10 Gründe, warum man Ingwer täglich als Hausmittel nutzen sollte

10 Gründe, warum man Ingwer täglich als Hausmittel nutzen sollte

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Ingwerwurzel

Gingerol und Shogaol als Bestandteile des Ingwers sind für die geschmackliche Schärfe des Ingwers verantwortlich. Weitere bioaktive Wirkstoffe sind die ätherischen Öle Zingiberol und Zingiberen sowie diverse Harzsäuren aber auch Vitamin C und viele wichtige Mineralstoffe. Magenstärkend und verdauungsfördernd wirken die Wirkstoffe Borneol und Cineol.

Ingwer als Heilmittel historisch betrachtet

Im indischen Ayurveda wird die Heilkraft der Ingwerwurzel seit Jahrtausenden erfolgreich genutzt. Dabei steht die ayurvedische Medizin immer im Einklang mit der Ernährung. Positiv beeinflusst wird die schädliche und somit krank machende Ansammlung von Ama (Schlacken). Gleichzeitig werden die drei Doshas positiv beeinflusst.

Es gibt kaum ein Gericht, dass nicht mit Ingwer in irgendeiner Form zubereitet wird.

Zusammen mit Honig stärkt Ingwerwasser das Kapha, in Verbindung mit Kandiszucker schwächt Ingwer ein zu starkes Pitta und zusammen mit Steinsalz erfolgt eine Stärkung des Vata.

Nicht vergessen werden sollte die Wirkung als Aphrodisiakum. Vor allem in Indien und China wird an diese Wirkung geglaubt. In Verbindung mit Fisch wird sogar von einem vielseitigem Liebesgewürz gesprochen.

Doch genauso wichtig ist die Verwendung der Ingwerwurzel zur körperlichen und natürlich spirituellen Reinigung.

Weniger bekannt ist, dass in Europa zu Zeiten der Antike bereits die Römer als erstes in Griechenland die Ingwerwurzel als verdauungsförderndes Gewürz sehr zu schätzen wussten.

Im Mittelalter wurde Ingwer hauptsächlich von den Mönchen bei unterschiedlichen Krankheiten hinzugezogen.

In der Moderne haben nun endlich Forschungen und Studien deutscher Wissenschaftler das uralte Wissen der Asiaten und der TCM-Lehre bestätigt.

Die antibakterielle sowie antivirale Wirkung stehen zusammen mit der Stimulierung aller Organe aber auch der Muskelentspannung und allgemeinen Vitalisierung an oberster Stelle.

Wie stellt sich die Verwendung von Ingwer in der Medizin als Hausmittel heute dar

– Übelkeitssymptome unterschiedlicher Genese

Übelkeit mit oder ohne Erbrechen sowie Reisekrankheiten aber auch Übelkeit während der Schwangerschaft erfahren mit der Verabreichung von Ingwer eine große Linderung. Auf Reisen wird empfohlen, alle 4 Stunden ein Stückchen Ingwer zu essen. Wer es weniger scharf mag, sollte frischen Ingwer nehmen. Während der Schwangerschaft sollte die Menge mit dem Gynäkologen besprochen werden. Bei Überdosierung kann Ingwer unter Umständen als Auslöser frühzeitiger Wehen fungieren,

– Ingwer hilft bei Verdauungsproblemen

Die im Ingwer enthaltenen Scharfstoffe verschaffen Abhilfe bei lästigen und manchmal sogar schmerzhaften Blähungen sowie bei Verstopfung. Die Wirkung beruht auf einer Steigerung der Gallensaftproduktion wodurch die Fettverdauung beschleunigt wird.

Ingwer bei Muskelschmerzen

Bezüglich Muskelschmerzen wurde im Journal of Pain, wie auch in anderen Fachblättern, über Erfolge in der Anwendung von rohem oder gekochtem Ingwer berichtet. Auch Schmerzen durch überdurchschnittliche Muskelanstrengung konnten gelindert werden.

– Rheumatische Gelenkbeschwerden

Erkrankungen wie Arthritis und Arthrose können mit Ingwer in ihrer Schmerzsymptomatik gelindert werden. Patienten mit Kniegelenksarthrose berichteten in einer Studie, dass der Verzehr von täglich 30 bis 500 mg Ingwer die Schmerzen erfolgreich reduzierte. Die Wirkung basiert auf entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften der Ingwerwurzel. Sie ähnelt der Wirkung von Acetylsalicylsäure in nichtsteroidalen und entzündungshemmenden Medikamenten wie beispielsweise Diclovenac und ASS. Der Vorteil: Ingwer verursacht weder Geschwüre noch Magen-Darm-Blutungen.

Ingwer bei Gicht

Hier greift das gleiche Wirkungsprinzip wie rheumatischen Erkrankungen

– Ingwer bei Erkältungen

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Wir alle kennen diese lästigen Symptome. Doch auch hier hilft die Ingwerwurzel vorbeugend aber auch im Akutzustand.

Vorbeugend stärkt die Ingwerwurzel mit ihren ätherischen scharfen Inhaltsstoffen und Ölen, auch Gingerolen und Shogaolen genannt, das Immunsystem. Die Wirkung beruht darauf, dass der Körper innerlich aufgeheizt wird und somit die Durchblutung anregt. Damit fällt es Krankheitserregern schwer, sich in den Schleimhäuten einzunisten. Unterstützt wird diese Wirkung durch eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.

– Kopfschmerzen

Sogar bei Migräne wird von Erfolgen bei der Einnahme von Ingwer berichtet.

– Ingwer bei Chemotherapie

Im Journal Pediatric Blood and Cancer ist nachzulesen, dass Forscher des All India Institute of Medical Sciences in Neu Delhi feststellen und dokumentieren konnten, dass bei Kindern, die sich einer Chemotherapie unterziehen mussten, Übelkeit und Erbrechen massiv reduziert werden konnten.

– Ingwer als Schutz der Augen

Im Fachjournal Molecular Vision wurde veröffentlicht, dass bei Diabetikern die Entwicklung des Grauen Stars verlangsamt oder sogar verhindert werden konnte.

– Ingwer als Schlankmacher

Dadurch, dass der Stoffwechsel angeregt wird, soll auch die Gewichtsreduktion leichter fallen. Ob dem so ist, sollte jeder selber testen. Fest steht aber: Gesund ist der Verzehr als Tee, Smoothiebeigabe oder als Würze in allen erdenklichen Speisen auf jeden Fall.

Für wen ist der Verzehr von Ingwer nicht geeignet

Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte wegen der gesteigerten Bildung von Magensäure auf Ingwer verzichten. Auch bei zu hohem Blutdruck oder dem Nachweis von Gallensteinen ist von Ingwer abzuraten.