Rosacea – Welche Hausmittel helfen wirklich?

Mit der Kraft aus der Natur gegen Rosacea

Oft bemerken Betroffene diese entzündliche Hauterkrankung am Anfang kaum, doch irgendwann werden die roten Flecken im Gesicht mehr, fangen an zu schwellen und schmerzen, vereinzelt schwellen sogar die Augen vollständig zu. Rosacea, eine entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt, ist tückisch und wird häufig belächelt. Doch was hat die Natur zu bieten, um Betroffenen das Leben zu erleichtern? Die Antwort ist: eine ganze Menge.

Grüner Tee

In Asien ist er DAS Allheilmittel. Kein Wunder, denn im Teestrauch stecken viele wertvolle Inhaltsstoffe, welche innerlich und äußerlich positive Effekte bringen können. Eines sollten jedoch Rosacea-Patienten beachten: Vom Konsum des Grüntees sollte besser Abstand genommen werden. Das im Tee enthaltene Teein hebt den Blutdruck leicht an und kann so Schübe auslösen oder begünstigen.

Für Grünteewickel 2 EL Grüntee in kochendes Wasser geben, dies ist wichtig, um eventuelle am Tee sitzende Keime abzutöten. Den so entstandenen Sud mit einem weichen Frotteetuch auffangen und auf die betroffenen Partien legen. Es muss darauf geachtet werden, dass die Temperatur angenehm ist, damit zum einen die Poren geöffnet werden und so die entzündungshemmenden Stoffe ein die Haut eindringen können und die Haut beruhigt wird.

Mit Grünteebeuteln können geschwollene Augen gelindert werden. Dazu Teebeutel aufgießen und anschließend 3 – 4 Minuten auf Küchenkrepp auskühlen lassen. Anschließend für 10 Minuten auf die Augen legen und mit einem trockenen Handtuch abdecken.

Aufgüsse und Hautpflege aus Kamille, Johanniskraut und Ringelblume

Ähnlich wie mit Grüntee können aus diesen drei Pflanzen Aufgüsse hergestellt werden. Alle drei enthalten wertvolle Entzündungshemmer, die die Abheilung der Wunden erleichtern und die Schübe so erträglicher machen. Gleichzeitig Pflegen sie die beanspruchte Haut.

Aus Kamillenteebeutel können kühlende Kompressen hergestellt werden, welche im Erstfall wahre Wunder wirken können. Dazu die Teebeutel mit kochendem Wasser übergießen, nach 3 Minuten im heißen Wasser entfernen, in eine mit Küchenkrepp ausgelegt Dose legen und im Kühlschrank auskühlen lassen.

Frische Kosmetik, welche durch die fehlenden Zusatzstoffe besonders verträglich ist, kann ebenfalls wunderbar mit diesen tollen Kräutern hergestellt werden. Rosacea-Patienten klagen häufig über sehr trockene, dicke, schuppige Haut. Dagegen hilft Olivenöl, welches mit einem oder mehrerer dieser tollen Kräuter vermischt wurde. Das Öl anschließend dunkel lagern und 2 – 3 Wochen ziehen lassen. Es kann pur verwendet werden, z.B. einem Wattebausch zur Akutbehandlung oder für Masken aus Quark, welcher kühlt und daher die Beschwerden lindert, genutzt werden. Für eine Quarkmaske werden ca. 50 Gramm Quark mit 2 EL des Öles vermischt und 20 Minuten aufgetragen. Um die Haut zu schonen, sollte die Maske vorsichtig mit Wattepads abgezogen werden.

Apfelessig – Wundermittel von innen und außen

Schon in 80ern galt Apfelessig als DIE Wunderwaffe gegen Übergewicht und stumpfes Haar. Zu Recht, denn Apfelessig ist entzündungshemmend, tötet Hefen, kühlt angenehm von innen und hilft, den PH-Wert des Körpers auszugleichen.

Eine Apfelessigkur zieht sich über zwei Wochen. Dazu wird in Glas kühles – am Besten im Vorfeld abgekochtes und gefiltertes Wasser – Wasser 1 EL Apfelessig und 1 TL Honig gegeben. Die Mischung sollte nicht auf nüchternen Magen getrunken werden, damit sie leichter bekömmlich ist.

Von außen hilft Apfelessig am Besten, wenn er im Verhältnis 2:1 gemischt mit Wasser verdünnt wird. Kompressen oder Wattepads damit tränken und auf die betroffenen Stellen auflegen und 10 Minuten ziehen lassen. Das Wasser sollte dazu lauwarm sein. Im Anschluss ist eine entspannende Creme sinnvoll.

Lavendel oder die Kraft der Psyche

Dieses Wunderkraut wirkt auf zwei Wegen. Zum einen ist es antiseptisch hilft gegen die offenen, quälenden Stellen. Zum anderen beruhigt der Duft und entspannt damit den Patienten. Dies hilft besonders dabei, während der Nacht Kraft zu tanken. Dafür Lavendelöl mit etwas Olivenöl vermischen und auf die betroffenen Stellen auftragen, am nächsten morgen mit warmen Wasser entfernen.

Guter Nachtschlaf ist ein wichtiges Mittel Schübe von Rosacea erträglicher zu machen und ein Wiederauftreten zu verhindern. Schlafmangel bedeutet Stress für den Körper, was die Krankheitssymptome erheblich steigern kann und das allgemein Wohlbefinden negativ beeinflusst.

Kneippkuren

Es mag altbacken klingen, aber Kneippkuren können die Auswirkungen der Rosacea mildern. Die Kühle des Wassers verengt die Gefäße des ganzen Körpers, der Abbau von Lympfflüssigkeit wird angeregt. Beides führt dazu, dass die Schwellungen und Knötchen abgebaut werden.

Leinsamen

Was Oma bei Verdauungsbeschwerden empfahl hat auch bei Rosacea wunderbare Heilkraft. Die in der Leinsaat enthaltenen essentiellen Fettsäuren helfen von innen heraus die gereizte Haut zu entspannen und aufzubauen. 2 – 3 Mal täglich dazu einen Teelöffel Leinsamen in den Mund nehmen und mit Wasser im Mund halten. Nach ca. 3 Minuten können die Leinsamen geschluckt werden. Das in den Mund halten bringt den Vorteil mit sich, dass die im Speichel enthaltenen Enzyme sofort die Arbeit beginnen und die Inhaltsstoffe der Saat so schön in der Mundhöhle freigeben. Damit gelangen keine Nährstoffe ungenutzt in die Verdauungsorgane.

Leinsamen sind zu dem sehr schmackhaft und geben jedem Müsli einen angenehm nussigen Geschmack.

Die Kraft der ausgewogenen Ernährung und Lebensführung

Mit der Diagnose Rosacea empfiehlt es sich, eigene Gewohnheiten zu überdenken. Manche Lebensmittel wie Kaffee, Alkohol, Tee oder auch Chili sorgen dafür, dass die Haut durch die leicht aufputschende Wirkung dieser Lebensmittel belastet wird. Alkohol ist ein Nervengift, dessen Abbau den ganzen Körper sehr in Mitleidenschaft zieht. Zudem ist erstark entwässernd.

Für wen ein vollständiger Verzicht von Wein, Kaffee und Co. jedoch nicht vorstellbar ist, sollte sie zumindest für schubfreie Zeiten aufsparen und dann ganz bewusst genießen.

Schübe werden durch Stress begünstigt, deswegen ist ein geregelter Alltag mit festen Strukturen und ausreichend Schlaf förderlich. Das heißt nicht, dass man nicht auch mal eine Nacht mit Freunden durchtanzen darf! Ein Gleichgewicht aus Arbeit, Freizeit und Aktivität, regelmäßige Bewegung und ein positives Lebensgefühl stärken das gesamte Immunsystem. Es gilt: Gut ist, was gut tut!

Ebenfalls wichtig: Die richtige Hautpflege. Das beginnt schon bei der Frage der Wäschepflege, denn Kleidung berührt ständig den Körper. Muss es wirklich der stark duftende Weichspüler sein? Benötigt man wirklich ein parfümiertes Deo oder hilft eine alkoholfreie Variante ohne Duftstoffe genauso weiter?

Die Natur bietet viele Alternativen zur Pflege und Reinigung von Körper, Kleidung und Haushalt. Wieso sich also diese Kräfte nicht zu Nutze machen?

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